Donnerstag, 4. Dezember 2014

Kreatives Schreiben & Hintergrund des Werks

Kreative Schreibprodukte


50 Jahre später

" Na du alter Sack!" schrie Tschick mir entgegen. " Hast wohl deinen Krückstock vergessen, oder wieso bist du so Lahm?!" "Auch schön dich zu sehen Tschick, du scheinst dich kein bisschen verändert zuhaben, abgesehen von deinen grauen Haaren." "Jaja, du mich auch. Wo bleibt denn Isa?" fragte er, "Ihr habt doch geheiratet, also wo bleibt deine Angebetete?" Ich schluckte, ich wusste er würde fragen, na wer hätte es auch nicht getan. "Sie ist gestorben." sagte ich leise. "Als wenn, das ist doch nicht dein Ernst, ich fall doch nicht auf so eine dumme Lüge rein, verarschen kannst du jemand anderen, außerdem wäre ich ja dann wohl auf ihrer Beerdigung gewesen, Und? War ich es? Nein natürlich nicht. Du musst dir schon was besseres einfallen lassen um mich, Tschick, zu verarschen." "Sie wollte nicht das jemand anderes außer mir auf ihrer Beerdigung ist, weder du noch sonst wer. Es war ihr wunsch." Mir kam eine Träne, doch ich wollte jetzt nicht vor Tschick heulen. "Das kann nicht sein!" "Ich weiß." "Nein weißt du eben nicht, Isa kann nicht tot sein!" Tschick schrie schon fast, er wollte es einfach nicht glauben. "Ist sie aber und jetzte akzeptiers, glaubst du etwa mir gefällt das?" "Was ist passiert?" fragt Tschick vorsichtig. "Sie war krank, hatte Krebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, nichts half, sie hatte sich nur noch gequält, es war schrecklich." Ich sah Tschick auf den Boden sinken, sein Gesicht in den Händen vergraben. "Was für eine scheiße ist das, Maik. Sag mir, dass du lügst und sie gleich kommt!" Er flehte mich förmlich an, ich hatte Tschick noch nie so gesehen. "Ich dachte immer, du magst sie nicht..." sagte ich. "Ansich nicht, doch sie war einfach wie ich, total bescheurt, konnte auch mal scheiße von sich geben." "Es tut mir leid Tschick." sagte ich leise und hockte mich neben ihn.



Wiedersehen nach 50 Jahren

Die drei Abenteurer schwüren sich, sich in 50 Jahren wieder zu treffen und für immer Freunde zu bleiben.
Maik war sehr aufgeregt als es fast soweit war. Seine Frau Lisa  hatte ihn noch nie so aufgeregt gesehen und wollte wissen was mit ihm ist , doch Maik antwortete immer nur in kurzen Sätzen „morgen ist es so weit“  ;  „Ich habe so lange nichts von ihnen gehört“ ; „ Ich bin so aufgeregt“  Lisa versuchte Maik zu beruhigen doch er rannte weiter im Haus herum .Maik erklärte Lisa , dass er sich morgen mit Isa und Tschick treffen wird und das sie sich ewig nicht gesehen hätten. Lisa fragte erstmals wer überhaupt Tschick und Isa waren .Maik erklärte seiner Frau die ganze Geschichte bis ins kleinste Detail. Lisa sagte zu  Maik, dass er sich erstmals entspannen soll. Am nächsten Tag war es endlich soweit nun waren alle wieder auf einem Haufen.  Sie trafen sich In Berlin an einer alten Scheune. Maik fuhr aufgeregt zum Treffpunkt und sah vom weitem schon Isa winken. Auf einmal war die ganze Aufregung weg und Maik freute sich. Maik und Isa begrüßten sich und auf einmal kam auch Tschick per Anhalter angefahren. Maik roch Schicks Alkoholfahne schon als er aus dem Truck stieg. Tschick hatte gleich an allen etwas zu kritisieren. Tschick erzählte davon das er reich wäre und ein sehr großes Haus am Meer hätte ,doch Isa und Maik schmunzelten nur .Isa sagte das sie seit 25 Jahren verheiratet sei und 2 Kinder hat. Maik konnte es immer noch nicht fassen Isa und Tschick wieder zu sehen. Er sagte dass er auch verheiratet sei und ein Kind hat .Maik erzählte viel über seinen Beruf als Fotograf. Er liebte es einfach seine Bilder zu bearbeiten bis sie Perfekt waren .Tschick sagte dazu nur das Maik immer noch genau so langweilig sei wie vor 50 Jahren. Es wurde dunkel und damit wurde auch der Gesprächsstoff weniger.  Maik war überglücklich alle mal wieder zu sehen und schlug vor sich regelmäßig zu treffen. Tschick war dagegen aber Isa überredete ihn. Als Maik in seinem Bett lag dachte er noch einmal an die ganze schöne Zeit in seiner Kindheit nach und schlief ein.   


Wiedersehen nach 50 Jahren von Maik, Tschick und Isa


Es war ein später Juliabend, als Maik Klingenberg die Hofeinfahrt, mit einem von Schmerz verzogenem Gesicht, betrat. Die Rückenschmerzen quälten ihn nun schon seit ein paar Tagen. Er hatte gemischte Gefühle, zum einen freute er sich, zum anderen hatte er Angst,  denn er hatte sie sehr lange nicht mehr gesehen. Als er an der Tür klingelte, hörte er kleine trappelnde Schritte näherkommen und dann ging die Tür auf. Ein kleines Mädchen schaute ihn mit großen Augen an. Maik fragte sie, ob ihre Mutter zuhause sei. Das Mädchen sagte: „Ja.“, schloss die Tür wieder und lief mit trippelnden Schritten zurück. Kurze Zeit später öffnete eine Dame mittleren Alters die Tür. Sie schaute Maik ungläubig an. „Maik?“, fragte die Frau. Maik sah sie an und lächelte. Sie hatte ihn zumindest erkannt. „Hallo Isa, oder sollte ich besser Frau Grundig sagen?“. Isa musterte ihn: „Woher weißt du, dass ich hier… Ach egal… Komm doch rein, ich mache uns einen Kaffee.“ Sie wollten gerade das Haus betreten, als Maik eine Stimme hinter sich hörte: „ Ey, übelst geile Jacke man!“ Maik dachte nach: Konnte das sein? War das eben gerade derjenige, der mich damals überredet hatte auf die Reise mitzukommen? Das konnte nicht sein! Die Stimme klang viel zu alt! Maik drehte sich um. Ihm klappte die Kinnlade herunter. Vor ihm stand ein älterer Herr im Anzug. Die russischen Gesichtszüge fielen sofort auf. Maik schaute Isa an, doch auch sie war sichtlich verwundert. „Na dann.“, unterbrach Isa das Schweigen und führte Tschick und Maik ins Haus. Als sie es sich auf der Couch gemütlich gemacht hatten, unterhielten sie sich über das, was bei ihnen nach ihrem letzten Treffen alles passiert war. Isa hatte einen Mann kennengelernt, mit dem sie dann auch zwei Töchter bekommen hatte, und hatte außerdem einen Job in einer Arztpraxis gefunden. Tschick war zwar immer noch allein, hatte aber einen Job in einem Autohaus, wo er vor knapp einem Jahr dann auch Chef wurde. Maik erzählte zuletzt, was er danach getan hatte. Er hatte den Kontakt zu seiner Familie komplett abgebrochen und war mit seiner Freundin zusammengezogen. Er machte sich selbstständig und malte Bilder für etliche Galerien und fertigte ebenfalls Repliken an. Die drei Freunde unterhielten sich noch lange. Doch nach und nach wurde der Gesprächsstoff weniger. Als sie sich voneinander verabschiedeten, kam Isas Mann von der Arbeit. Er schaute Isa mit einem fragenden Blick an, doch sie sagte: „Das ist eine lange Geschichte.“


Hintergrund des Werks


1. Alkoholprobleme in Tschick und im echten Leben

Alkohol sorgt in vielen Momenten für ein angenehme und lockere Atmosphäre und
Gehört für viele Menschen einfach ,,dazu‘‘ . Ob zum Essen oder auf Partys, es
gehört immer dazu. Doch wo verläuft die Grenze zwischen
angenehm und suchtgefährdet/süchtig?

Sucht definiert:
Verlust der Kontrolle über das Trinkverhalten, Vernachlässigung früherer Interessen zugunsten des Trinkens, Leugnen des Suchtverhaltens, Entzugserscheinungen bei vermindertem Konsum, Toleranz gegenüber Alkohol, sowie Veränderungen der Persönlichkeit.


Entzugsablauf 5 Phasen:
Zur 1 Phase, der Diagnose, wird der körperliche Gesundheitszustand beurteilt.
Das Verfahren enthält Blutuntersuchung, EKG und Fachprüfungen.
Der 2 Schritt ist das Entgiften. Dabei werden der Alkohol und
seine giftigen Rückstände und Ablaufprodukte aus dem Körper
entfernt. Der Entzug führt wiederum zu neuen schweren
und gefährlichen Symptomen, die in dieser Phase ebenfalls behandelt und
gelinder werden.Ist die Entgiftung abgeschlossen, folgt die wichtigste Phase der
Behandlung, die Stabilisierung der Psyche. Damit das Gelingen kann, muss
der Patient zunächst eine negative Haltung gegenüber Alkohol entwickeln, damit dieser seine Anziehungskraft verliert. Die 4 Phase ist das vollständige Blockieren von
Zugangsmöglichkeiten zu Alkohol. Dieser Schritt ist notwendig, um die
Therapieerfolge zu erhalten. In der letzten Phase, der Behandlung wird der Patient
aus der Klinik entlassen, aber die Klinik begleitet ihn noch ein
Jahr regelmäßig in Alltag und Umfeld.

Vergleich:
Im Allgemeinen wird im Roman das Alkoholproblem von Maiks Mutter harmlos dargestellt.
Oft entsteht sogar der Eindruck, dass das Problem nicht wahrgenommen. Es ist zwar über
weite Strecken des Buches präsent, wirkt aber häufig jedoch eher unproblematisch/belustigend.
Z.B: Beautyfarm, Namensgebung des Kartons ,,Karlheinz‘‘. Nach den Informationen,
die ich zum Alkoholentzug im Internet gefunden habe, kann die Darstellung nicht realistisch genannt werden. Dafür gibt es mehrere Punkte:
1 Ein Entzug dauert länger als 6 Wochen und erfolgt auch nicht ,,immer wieder‘‘, sondern
   in der Regel  zusammenhängender über mehrere Monate.
2  Psychotherapie ist ein wichtiger Bestandteil, erfolgt aber nicht in Gruppentherapie, wie
    in Tschick, sondern als Einzelbehandlung.
3 In der Regel erfolgt auch nach Verlass der Klinik eine weitere Betreuung und Begleitung
   für Mindestens ein Jahr. Dieser Teil wird in Tschick nicht erwähnt.

Lediglich in 2 Szenen entwickelt Maik deutlich ein Bewusstsein für das Problem
seiner Mutter. Im Aufsatz bei Herrn Schürrmann  (Kapitel 6) und in der Szene
auf dem Parkplatz (Kapitel 13). Doch beide Szenen haben für Maik
kein positives Ausgehen. Auf dem Spielplatz ist er alleine und traurig, der
Aufsatz bringt ihm eine Standpauke des Lehrers und den Spitznamen Psycho ein.
Niemand glaubt ihm. Deshalb macht er weiter wie davor und danach.


2. Historische Hintergründe - Einwanderung in Deutschland


Als nach dem 2. Weltkrieg viele Arbeiter verstorben waren und die Wirtschaft plötzlich anfing rasant zu wachsen, begann Deutschland Arbeitskräfte im Ausland anzuwerben. Vor allem Osteuropäer wie Rumänen und Bulgaren nahmen das Angebot an. Auch Russen, wie Tschick und sein Bruder, waren nicht abgeneigt. So kam es, dass die Bevölkerung in 23 Jahren, von 1950 bis 1973, um ca. 10 Millionen Menschen anstieg. 1973 wurde den Gastarbeitern folgende Wahl gestellt: Entweder in ihr Heimatland zurückzukehren oder ihre Familien nachzuholen. Da ungefähr gleich viele Menschen zurückkehrten, wie nachgeholt wurden, blieb die Anzahl der Ausländer ca. gleich groß. Jedoch wuchs die Bevölkerung durch diesen Anwerbestopp nicht mehr so rasant an. Deutschland machte denen, die in ihr Heimatland zurückkehren wollten, das Angebot, wenn sie jemals wieder in Deutschland einwandern wollen, dass Deutschland sie gerne aufnimmt.

Auch heute ist Deutschland noch ein sehr interessantes Land für Migranten, da Deutschland ein hoch entwickeltes Land ist und mit seinen Sozialleistungen auch Menschen in Not hilft.

Wir Deutsche haben viele Vorurteile gegenüber Russen, Türken etc. „Die trinken doch nur Wodka“ sind „alle kriminell“ oder ähnliches. Jedoch sind die Menschen, die aus den osteuropäischen Staaten kommen, meist hochqualifizierte Arbeiter.



 Bezug auf Tschick  
Wolfgang Herrndorf erschuf Tschick als Russen, nach den Vorurteilen der Deutschen. Die Klischees mit dem Trinken und der Kriminalität, treffen auf Tschick zu. Das erste Mal als man von Tschick erfährt, spricht Herrndorf von einem Jungen, der betrunken in den Unterricht kommt. Tschick klaut ein Auto, fährt ohne Führerschein etc. Ein typischer Russe eben. Tschick und sein Bruder sind sogenannte Russlanddeutsche. Das bedeutet, dass sie die Söhne von deutschen Eltern bzw. von Eltern, die in Deutschland gewohnt haben und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, sind, die in Russland geboren sind. Sie entschlossen sich nach Deutschland zurückzukehren und wurden nach dem Angebot der Deutschen auch herzlich willkommen geheißen. Diese Menschen nennt man Aussiedler.



Migration im Buch Tschik



Migration in Deutschland allgemein

In Deutschland gibt es viele Wanderungsbewegungen wie die Ost-West-Wanderung. Dieses wird auch im Buch Tschik deutlich, da sie durch ein die sehr schwachbevölkerten Regionen Ost-Deutschlands fahren. (Kapitel 36 treffen mit Horst Fricke in einem verlassenen Dorf z.B.: Die Fenster hatten größtenteils keine Scheiben, die Dächer waren abgedeckt. Auf den Straßen nirgends Schilder, keine Autos, keine Zigarettenautomaten, nichts. Vor den Gärten waren die Zäune abmontiert vor langer Zeit, Unkraut wuchert aus jeder Ritze.



(Spät)aussiedler und Rückkehrer

Rückkehrer sind Deutsche, die in anderen Regionen der Welt angesiedelt worden sind und die ein besonderes Rückkehrrecht haben, also aufgenommen werden müssen (wenn du mehr dazu lesen willst klicke hier:


Tschick und sein Bruder sind ein Beispiel dafür, denn sie kommen aus Russland und können kein Deutsch, aber ihre Vorfahren sind aus Deutschland ausgewandert bzw. Aussiedler, da die Bedingungen damals z.B.: durch die Industrialiesierung und aus anderen Gründen nicht so gut waren. Es gibt nicht nur Spätaussiedler und Aussiedler aus Russland, sondern auch aus anderen Ländern, wie in der folgenden Graphik zu sehen ist(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung ) :

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Die Probleme der Migration

An Tschick und seinem Bruder können wir sehen welche Probleme diese Rückkehrer haben. Ein großes Problem ist vor allem, dass sie die deutsche Sprache nicht beherrschen und erst Zeit brauchen um sie zu erlernen. Dadurch, dass sie die deutsche Sprache nur brüchig beherrschen, meistens nicht so viel Geld haben und anders aussehen, werden sie ausgegrenzt und diskriminiert. Viele Deutsche haben auch Vorbehalte gegenüber Migranten, da sie glauben, dass sie den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen und kriminell sind.

Da sie hier niemanden kennen und sie neues soziales Umfeld aufbauen müssen.

Oft haben die Migranten auch das Problem, dass sie sich nicht in die neue Kultur einfinden können. Ausseredem vermissen sie ihre Kultur und Bräuche.

Gründe für die Einwanderung nach Deutschland
Obwohl die Einwander in Deutschland viele Probleme haben, wollen dennoch viele nach Deutschland und geben dafür alles auf und machen sich auf den weiten und gefährlichen Weg nach Europa und Deutschland, um hier zu  arbeiten und da hier die soziale Absicherung besser ist, als in ihren Herkunftsländern.
Außerdem ist es ein Industrieland und sie hoffen auf gute Arbeitsplätze, die auch über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt.

 

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