Donnerstag, 4. Dezember 2014

Wolfgang Herrndorf

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/64/Wolfgang_Herrndorf_%28Closeup%29.png?uselang=de 

Foto von "Genista", online unter http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wolfgang_Herrndorf_%28Closeup%29.png?uselang=de


Inhaltsverzeichnis:


  • Über Wolfgang Herrndorf
  • Die Zeit bis zum Tod
  • Werke
        - Vertragsjob
  • Plüschgewitter (Intertextuualität)
  • Blog: Struktur und Arbeit
        -Blog: Dämmerung

  -Blog: Einst

  -Blog: Vierzig

  -Blog: Schluss


Über Wolfgang Herrndorf


Wolfgang Herrndorf ist am 12. Juni 1965 in Hamburg geboren und am 26. August 2013 in Berlin durch Selbstmord gestorben bis dahin lebte er in Berlin.

Er war an einem unheilbaren Hirntumor erkrankt, worüber er in seinem Blog „Arbeit und Struktur“ schrieb. Er ist mit einem Alter von 48 Jahren gestorben.
Er war ein deutscher Schriftsteller, Maler und Illustrator.
Herrndorf studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Er arbeitete als Illustrator und Autor unter anderem für das
Fanzine Luke & Trooke, den Haffmans Verlag und die Satirezeitschrift Titanic.
Er konnte hervorragend mit der deutschen Sprache um gehen.

Er war an einem unheilbaren Hirntumor erkrankt, worüber er in seinem Blog „Arbeit und Struktur“ schrieb Herrndorf nahm sich am 26. August 2013 im Alter von 48 Jahren das Leben. Seine Partnerin war Carol Wimmer

Die Zeit bis zum Tot

Seit der Krebsdiagnose lebte Herrndorf zurückgezogen in Berlin. "Keine Anfragen, keine Interviews, keine Lesungen, keine Ausnahmen", schrieb er in seinem Blog. Ein Roadmovie wollte er noch fertig stellen und eine Buchfassung seines Blogs


Werke


2002      „In Plüschgewittern“ (Roman)

2007      „Diesseits des Van-Allen-Gürtels“  

              (Erzählung)                                           

2007      „Die Rosenbaum-Doktrin“          

              (Erzählung)

2010      „Tschick“ (Roman)

2010      Nach Hirntumor – OP                  

              Veröffentlichte er sein Tagebuch

2011      „Sand“ (Roman)

Vertragsjob

Dabei hatte Herrndorf ursprünglich gar nicht Schriftsteller werden wollen. Er

lebte in einem „sehr kleinbürgerlichen Haushalt" ohne Literatur aufgewachsen, hatte er Kunst studiert und zunächst in Berlin als Illustrator gearbeitet – unter anderem für das Satiremagazin Titanic.

Durch einen Verlagsjob kam er eher zufällig ans Schreiben. Sein erster Roman „In Plüschgewittern“ (2002) fand noch wenig Aufmerksamkeit. Doch schon beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2004 gewann der Newcomer mit einer Kurzgeschichte den Publikumspreis. Die Story erschien später mit anderen Erzählungen unter dem Titel „Diesseits des Van-Allen-Gürtels“ (2007).


In Plüschgewittern


Wolfgang Herrndorf bezieht sich in seinem Titel auf das Buch (Intertexttualität) „In Stahlgewittern.“ Was nicht in den Zusammenhang mit dem Buch steht. „In Stahlgewittern“ geht es um den Weltkrieg und in „Plüschgewitter“ um das Partyleben in Berlin, das heißt die Bücher haben gar nichts mit einander zu tun.

Er benutzt Titel aus anderen Büchern und hofft, dass die Leute es wieder erkennen und es spannend finden. 


Arbeit und Struktur

Blog: Dämmerung

Dort schrieb Herrndorf, dass er zwei Jahre alt war und grad aufgewacht ist, dass er in seinem Zimmer war und draußen Nebel war. Er schrieb auch: „Angeblich wächst die Sentimentalität mit dem Alter, aber das ist Unsinn. Mein Blick war von Anfang an auf die Vergangenheit gerichtet.“

Dort sieht man das Herrndorf sich gern an  die Vergangenheit erinnerte, er hoffte immer das sich die schöne Dämmerung wiederholen würde.

Blog: Einst

In diesem Abschnitt des Blogs erzählt Wolfgang Herrndorf über die Einweisung in die Psychiatrie und seine Erinnerungen an diese Zeit.

An diesem Zitat sieht man wie Herrndorf schreibt: „Gestern haben sie mich eingeliefert. Ich trug ein Pinguinkostüm. Jetzt habe ich einen Panoramablick über ein trapezförmiges Stück Spree, den Glaszylinder des Hauptbahnhofs, einen Kanal und klassizistische Gebäude.

Auf dem Mäuerchen um die Neuropsychiatrie herum sitzt eine Schulklasse. Mein Bedürfnis, unter Zucken und Schreien einen Zettel durchs Fenster hinunterzuwerfen, wächst: “Hilfe! Ich bin nicht verrückt!

 Ich werde gegen meinen Willen hier festgehalten! Das mit dem Pinguin war nur ein Scherz, ihr könnt Marek fragen oder Verboten Wolf!” Aber erstens kann man die Fenster nicht öffnen und zweitens, fürchte ich, würden sie den Witz nicht kapieren.“

Hier dran sieht man wie Herrndorf schreibt, er schreibt locker auch wenn er in einer schlechten Situation ist.


Blog: Vierzig


In diesem Teil des Blocks schildert Herrndorf, dass er sich schon ein Grab gekauft hat und daran vorbei gefahren ist. Ebenso, wie schlecht es ihm geht und wie verzweifelt er ist, dies belegt dieses

Zitat: „Selbstmedikamentiert mit 5 mg Frisium zusätzlich, seit vielen Tagen keine Sprache mehr, Arbeit am Text reiner Unsinn, Worte, Fehler, Suche, Hilfe, Trauer, Sprache mündlich gar nicht.

Stimme, Stimmen, Epilepsie von Panik alles nicht unterscheidbar. Dann ist Land wieder da, dann sinke ich zurück, ein Riesenirrsinn, jeden Tag, jeder Tag.“


 Blog: Zweiundvierzig

C. und Caroline helfen Wolfgang bei dem Blog. Am nächsten Tag hilft Passig ihm auch noch. Er sieht an seiner Terrassentür eine Libelle, am Vortag wollte er sie heraus weisen, jetzt ist sie tot. Herrndorf packt sie in die Hecke, aber sie rührte sich nicht. Dann hat er die Libelle in eine Streichholzpackung gepackt und sie mit C. am Ufer bestattet.

Am Ende des Abschnitts lesen mehrere von Herrndorfs Freunden ihm Isa vor. Wolfgang Herrndorf  macht jeden Abend ein Kampf mit, er wollte erlöst werden, dafür gibt es ein Zitat: „Jeden Abend der gleiche Kampf. Laß mich gehen, nein, laß mich gehen, nein. Laß mich.“

Blog: Schluss


Unter Schluss steht folgendes: „Wolfgang Herrndorf hat sich am Montag, den 26. August 2013 gegen 23.15 Uhr am Ufer des Hohenzollernkanals erschossen.“ So  geht ein brillanter Verfasser zu Tode.



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